Diskussion zum Apple iPhone

 5. November 2006, veröffentlicht von Alexander

Wie bereits vor mehreren Wochen geschrieben, haben sich insgesamt 66 Teilnehmer unserer MacStudies Befragung vom Sommer diesen Jahren ein Apple iPhone zur WWDC Keynote 2006 gewünscht. Ein möglicher Apple Organizer (”iOrganizer”) wurden zusätzlich noch einmal von 7 Teilnehmern genannt.

iPhone
Abbildung von Apple-Style.com; © copyright Apple-Style.com

Die vielfältigen Anforderungen der einzelnen Teilnehmer haben bereits damals nahegelegt, dass Apple zur Einführung des iPhone bereits mit zwei Produkten aufwarten müsste, wie die folgenden beiden Teilnehmer-Kommentare unterstreichen:

“Mal nen einfaches Handy OHNE Schnickschnack wäre toll. Ich möchte damit nur telefonieren und nicht auf Kindertasten SMS oder E-Mails schreiben. Eine einfache OS X-Integration wäre auch klasse. Ich bräuchte da nichtmal den iPod drin. Hab sowas lieber getrennt.”

In einem früheren Artikel haben wir ein solches iPhone mit dem Zusatz “light” versehen, um es besser von einem “Allrounder” abzugrenzen, wie ihn zahlreiche andere Teilnehmer gefordert haben:

“durch ein iPhone wäre die Synchronisation mit meinem Powerbook sehr einfach. über die nötigen Apps wäre es möglich mail über das iPhone zu steuern, iChat unterwegs zu machen, gemachte Fotos (insofern das iPhone eine Kamera integriert hätte) könnten ganz einfach mit iPhoto synchronisiert werden, und das von jedem beliebigen Punkt aus.”

Die 66 Teilnehmern der MacStudies haben insgesamt deutlich mehr als 20 verschiedene Features genannt, woraus bereits deutlich wird, wie sehr sich Apple ins Zeug legen muss, um den hohen Erwartungen dann auch tatsächlich gerecht werden zu können.

Dies alles ist aber ja nun nichts Neues mehr, denn auch in den einschlägigen Gerüchteseiten wurde bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass Apple eventuell mit zwei unterschiedlichen Modellen starten wird. Warum ich das iPhone aber dennoch ein weiteres Mal thematisiere, liegt daran, dass ich dazu heute eine interessante Diskussion mit einem guten Bekannten geführt hatte.

Unter Berücksichtigung dieser Diskussion, sowie der zahlreichen Hinweise unserer MacStudies-Teilnehmer würde ich es persönlich für sinnvoll halten, dass Apple neben einem “iPhone light” nicht ein weiteres Business-orientiertes Smartphone auf den Markt bringt, sondern sich statt dessen lieber auf ein Multimedia-Handy mit Anbindung an relevante Programme konzentriert. Das bedeutet nicht, dass auf “Standardfunktionen”, wie die Integration von iCal und dem Adressbuch, verzichtet werden sollte. Was ich damit meine, hat eher kommunikativen Charakter: Das iPhone ist ein universelles und vor allem mobiles Multimediagerät, dass nicht nur über Abspielmöglichkeiten verfügt (iPod), sondern darüber hinaus auch über Eingabefunktionen.

Aus meiner Sicht hätte dies mehrere Vorteile. Zum einen ist anzunehmen, dass es mittlerweile doch ein paar Firmen gibt, die Smartphones herstellen können, die zumindest Business-Anwender zufrieden stellen. Zudem wäre die Nutzergruppe dieser “always-on”-Fraktion auch nicht unbedingt empfänglich für das, was Apple mitbringen könnte, wie beispielsweise eine leichte Bedienung oder die (möglicherweise) besonders attraktive Optik - beides ist nun einmal relativ. Zum anderen ist es aber auch so, dass Apple bereits über ein integriertes Softwarepaket für die Verwaltung und Bearbeitung von verschiedenen Medien verfügt: iLife. Ein iPhone mit erweiterten Funktionen könnte hier anknüpfen und sowohl als Eingabegerät für Ton, Bilder und Videos dienen, als auch zur Darstellung ausgewählter Inhalte, die sich bereits auf dem Computer befinden. Damit könnte das iPhone deutlich von aktuellen Smartphones abgegrenzt werden und zudem genug Gründe liefern, sich als Kunde doch für das erweiterte iPhone und nicht für die “light” Variante zu entscheiden.

Noch einmal: Natürlich soll das nicht heißen, dass ein großes iPhone keine Smartphone-Funktionalitäten bieten sollte; es sollte sich lediglich auf die eigenen Stärken konzentrieren und nicht versuchen, das etwas besser zu machen, was andere Anbieter aus Sicht der Konsumenten bereits sehr gut machen. Die Stärke der eigenen Marken, wie z.B. “iChat”, “iPhoto” etc., ließe sich für die Einführung eines erweiterten iPhones sicher sehr gut nutzen.

Das allerdings führt zu der Frage, wie eine solche Integration von Software und Hardware auf Windows-Seite realisiert werden sollte. Dort gibt es zwar eine Vielzahl von Programmen, die ähnliche Funktionen wie beispielsweise die iLife-Suite bieten. Allerdings wird die viel zitierte “User-Experience” doch nicht so sein (können), wie es auf dem Mac möglich ist. Das mag Mac-User wenig beeindrucken, für Apple ist es aber wichtig, den Nutzern beider Plattformen eine zumindest vergleichbare “Experience” bieten zu können - siehe iPod. Die Einführung einer Windows-Variante wichtiger Apple-Programme (neben iTunes) wäre da sinnvoll, allerdings aus verschiedenen Gründen ein durchaus problematischer Schritt. Zum einen könnte es - wie schon beim iPod häufig diskutiert - die Attraktivität der Mac-Plattform schmälern, da hier nicht nur ein Programm (iTunes) sondern u.U. mehrere Programme auf Windows portiert werden müssten. Zum anderen - und diesen Punkt halte ich für deutlich wichtiger - würde ein solcher Schritt aber bedeuten, dass sich Apple weit abhängiger von Windows bzw. dessen Hersteller machen würde, der dann noch größere Möglichkeiten hat, die “User-Experience” des iPhones indirekt zu beeinflussen. Dass der Hersteller dazu bereit ist, hat er in der Vergangenheit bereits mehr als einmal unter Beweis gestellt. Auch, wenn sich hier viel zum Positiven verbessert hat, so besteht diese Gefahr dennoch weiterhin.

Welche Funktionen sollte ein iPhone denn nun bieten? Beim “iPhone light” ist das einfach, beim größeren Modell hingegen ein komplexes Unterfangen. Im Gegensatz zu einigen Teilnehmern unserer Befragung sehe ich dieses “Big iPhone” eben nicht als “Newton”-Nachfolger, sondern als vollständig neuer Ansatz. Ähnlich wie der erste iPod wäre es aber dennoch ein Gerät, dass bereits existierende Funktionen besser umsetzt - “besser” im Sinne einer neuer Nutzererfahrung.

5 Reaktionen zu “Diskussion zum Apple iPhone”

  1. Klaus Langner

    Über das iPhone habe ich auch schon einiges gelesen. Das würde eventuell meine nächste Anschaffung sein, das würde mich überzeugen!
    Klaus

  2. Gundula Ganz

    Fake!!!

  3. Christian

    Ich verstehe nicht wieso dort oben ein Bild von einem angeblichen “IPOHNE” ist das garnicht existiert das echte reale iphone gibt es hier. www.apple.com/iphone/

  4. Sarina

    diese Handy oder wie man diese Exemplare bezeichnen kann sind mega cool
    nur anscheinend auch unbezahlbar
    da ich mich im moment auf der suche nach einem neuen handy bin interessiert mich natürlich der preis kennt ihn einer? bitte schreibt mir dann
    E-Mail: Puma-larcheste@web.de

  5. Jasmin

    Wieviel kostet diese Handy eigentlich?

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It is supported by researchers from the Universities of Manchester, Birmingham (UK),
Hohenheim and Ludwigsburg (Germany)

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