iOrganizer & iPhone

 26. September 2006, veröffentlicht von Alexander

Heute hat ThinkSecret erneut über ein mögliches Apple iPhone berichtet. Aus diesem Anlass möchte ich noch einmal eine Auswertung unserer diesjährigen MacStudies nachschieben, die sich ebenfalls mit dem iPhone beschäftigt.

Insgesamt 66 mal wurde ein Apple iPhone von den Teilnehmern als Wunsch zur WWDC Keynote 2006 genannt. Zusätzlich wurde ein Apple Organizer (”iOrganizer”) noch einmal 7 mal genannt. Dabei lassen sich beide Produkte aber nicht scharf voneinander trennen. Allgemein wurde aber der iOrganizer vereinzelt als Newton Nachfolger beschrieben, während das iPhone von den Teilnehmern nicht zwangsläufig mit Smartphone Funktionen in Verbindung gebracht wurde, sondern durchaus als “iPod nano mit Mobilfunk” beschrieben wurde.

Für den Großteil der Teilnehmer steht bei einem iPhone die Verbindung zwischen dem Gerät und dem Mac im Vordergrund. Auch wenn eine Vielzahl der Teilnehmer davon ausgehen, dass ein iPhone für eine Vielzahl von Konsumenten interessant sein würde, so lassen die Begründungen doch darauf schließen, dass es vor allen Dingen Mac-User sind, denen die Vorzüge eines Apple Mobiltelefons besonders offensichtlich sind. Dabei mag man einwenden, dass dies ja ursprünglich auch beim Original iPod der Fall war.

iOrganizer

Sowohl ein iOrganizer, als auch das Apple Mobiltelefon mit Smartphone Funktionalitäten müsste laut unseren Teilnehmern eine bequeme Anbindung an die wichtigsten Apple Programme, wie z.B. Apple Mail, iTunes, iChat, iCal und Addressbuch, bieten. Hier zeigt sich in Ansätzen bereits das eigentliche Problem des Produktes, denn eine ähnliche Anbindung müsste auch auf Windows-Seite gewährleistet sein, damit ein solches Produkt wirklich erfolgreich wird. Dies mag zwar nicht unmöglich sein, einfach ist es aber ganz sicher nicht. Die folgende Begründung eines Teilnehmers macht die Komplexität eines iOrganizers deutlich:

“Alle am Markt befindlichen PDAs sind leider minderwertig. Entweder lassen sie sich nicht gut mir Macs synchronisieren oder sie sind hässlich und umständlich zu bedienen oder technisch minderwertig. Leider oft alles zur gleichen Zeit. Die einzige Firma, der ich einen anständigen PDA zutraue ist eben Apple. Als Vielreisender bestehe ich bisher auf die Lösung Handy + Bluetooth + erwachsener PC(Mac) um “in touch” zu bleiben. Blackberries etc nutze ich aus o.g. Gründen nicht. Es gibt allerdings genug Situationen, in denen ein guter PDA mit e-mail + Telefon-Funktion einem das Leben doch erleichtert. Apple baut einfach die besseren Geräte, weil Hard- und Software aufeinander abgestimmt ist und man sich offensichtlich sehr intensiv mit dem Thema Bedienerfreundlichkeit beschäftigt hat, mehr jedenfalls als die meisten anderen. Okay, die neueren Nokia Telefone sind auch gut zu bedienen und decken fast alles an Funktionalität ab, was ich brauche und die Synchronisierung funktioniert auch allmählich, aber ein Apple iPhone wäre eben doch etwas anderes. “

Interessant ist auch, dass einige Teilnehmer die Touchscreen Technologie, die auf den Gerüchteseiten immer wieder mit dem (true) video iPod in Verbindung gebracht wird, als besonders für einen iOrganizer geeignet beurteilten. Das leuchtet ein, denn damit könnte der größte Teil der Oberfläche für die Darstellung verwendet werden und ein vertretbarer Kompromiss zwischen der Größe des Gerätes sowie des Displays erreicht werden.

iPhone

Ein mögliches Apple iPhone wurde von den Teilnehmern besonders häufig mit einer Kritik an bestehenden Geräten begründet. Ein Teilnehmer stellte beispielsweise fest:

“Weil es keine vernünftigen Mobiltelefone gibt und ich mir von Apple in diesem Sektor einen Impuls erhoffe.”

Hier spricht sicher der Apple- bzw. Mac-User, allerdings ist es eine durchaus berechtigte Hoffnung, dass ein Apple Mobiltelefon eben tatsächlich mehr bietet, als die Modelle anderer Anbieter. Auch hier lässt sich wieder der Bogen zum ersten iPod spannen, der ja auch anders war, als die damals erhältlichen MP3-Player.

Ähnlich wie bei den Begründungen zu einem möglichen iOrganizer zeigen auch die Begründungen unserer Teilnehmer zu einem Apple iPhone die Verwurzelung in der Mac-Szene. Stellvertretend noch einmal ein Zitat eines Teilnehmers:

“Ich sehe den Telekommunikationsmarkt als offenen Punkt im Konzept Apple. Ein iPhone mit integration eines iPod, WLAN Anschluß an iChat, integration in iCal würde das Portfolio sehr schön abrunden. Der erste Ansatz mit Motorolla zeigte das Macianer keine OEM Produkte haben wollen sondern auf hauseigene Innovationen warten. Wenn das iPhone kommt, dann gehöre ich zu den sicheren Käufern.”

Ein “perfektes Zusammenspiel von Handy und anderen Appleprodukten” steht also ganz klar im Zentrum der Überlegungen vieler Teilnehmer. Daraus lassen sich durchaus gute Marktchancen eines solchen Produktes unter Mac-Usern ableiten. Allerdings zeigt sich auch hier das bereits zuvor angesprochene Problem der Kombination von Hard- und Software. Eine Apple iPhone kann nur den Erwartungen der Mac-User entsprechen, wenn es problemlos mit den wichtigsten Apple Programmen zusammenarbeitet. Allerdings muss eine ähnliche Funktionalität auch auf Windows-Seite gewährleistet sein, denn nur so kann das Produkt von einem Großteil des Marktes als vollwertige Alternative zu bestehenden Angeboten wahrgenommen werden. Beim iPod war das vergleichsweise einfach, denn hier wird neben iTunes lediglich Quicktime benötigt.

Ein iPhone muss sich aber an einer Reihe verschiedener Windows-Programme anbinden lassen, die zudem auch nicht von Apple selber stammen.

Dieses Problem wird noch deutlicher, wenn man zusätzliche Wünsche unserer Teilnehmer berücksichtigt, wie beispielsweise eine integrierte Kamera:

“durch ein iPhone wäre die Synchronisation mit meinem Powerbook sehr einfach. über die nötigen Apps wäre es möglich mail über das iPhone zu steuern, iChat unterwegs zu machen, gemachte Fotos (insofern das iPhone eine Kamera integriert hätte) könnten ganz einfach mit iPhoto synchronisisert werden, und das von jedem beliebigen Punkt aus.”

iPhone “light”

Allerdings gab es auch zahlreiche Stimmen, die besonders das Design sowie den Markennamen Apple hervorgehoben haben und gar nicht an zusätzlichen Organizer- bzw. Smartphone-Funktionen interessiert sind. Dieses hier als “iPhone light” klassifizierte Produkte würde demnach eher als iPod mit zusätzlicher Mobilfunk-Komponente daherkommen und nur einfachste Anbindungen an iCal und das Addressbuch bieten. Diese rudimentären Organizer-Funktionen könnten auch vergleichsweise einfach unter Windows sichergestellt werden.

Design und eine einfache Bedienung - “Apple-typische Einfachheit” - sind also die zentralen Elemente eines iPhone light. Dies würde für Apple den Vorteil besitzen, eben nicht mit etablierten Anbietern von Smartphones zu konkurrieren, die bereits seit mehreren Jahren Erfahrungen mit Business-Kunden sammeln konnten. Stattdessen wird ein elegantes, einfaches Gerät angeboten, dass einen iPod nano um Mobilfunk-Funktionalitäten erweitert und somit für eine Reihe von Anwendern ideal wäre.

Hierzu abschließend noch die Begründung eines WindowsXP-Users, der dies sehr gut zusammengefasst hat:

“Ich erwarte mir ein Mobiltelefon mit herausragendem Design und Benutzerfreundlichkeit, darüberhinaus in der Lage, Daten und Musik zu synchronisieren. Das alles problemlo, so wie man es sich von einem Mac erwartet. Das würde ich sofort kaufen.”

Eine Reaktion zu “iOrganizer & iPhone”

  1. F.H.

    Hallo Apple,ich suche nach einem neuem Handy.Da habe ich von eurem iPhone gehört und ich wollte fragen ob man es schon irgendwie kaufen kann?Wenn ja ,dann sagen sie mir bitte wo.Mit freundlichen Grüssen F.H.

    (persönliche Daten entfernt)

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It is supported by researchers from the Universities of Manchester, Birmingham (UK),
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