MacBook Thin

 25. Dezember 2006, veröffentlicht von Alexander

MacOSRumors hat ja bereits mehrmals über ein mögliches “ultra-thin” MacBook bzw. MacBook Pro berichtet. Auch hier wurde bereits über ein solches Produkt spekuliert, allerdings unter den Bezeichnungen MacBook mini bzw. MacBook Pro mini.

Da ich selber für unterwegs nach wie vor auf ein 12″ Powerbook vertraue, möchte ich im folgenden diese Gerüchte noch einmal aufgreifen - aus eigenem Interesse sozusagen.

Ob nun Wunsch oder Wahrheit - die Spekulationen kreisen um ein Gerät, dass MacBook Pro Funktionalitäten, wie beispielsweise Firewire 800, mit einem sehr kompakten Formfaktor kombinieren könnte. Das wäre in der Tat wünschenswert und sicher für den ein oder anderen Apple-Kunden von Interesse.

Ich möchte nun aber ein wenig darüber philosophieren, warum ein solche Erweiterung der Apple Produktmatrix durchaus realistisch ist. Ob ich mich damit nur selber beruhigen möchte, oder ob die nun folgenden Ausführungen tatsächlich gehaltvoll erscheinen, bleibt dabei jedem Leser selbst überlassen.

Technischen Herausforderungen

Der wohl wesentlichste Grund für ein solches Produkt, liegt für mich in der gestiegenen Wahrscheinlichkeit, dass sich Apple für eine solche Erweiterung seiner Produktpalette stark genug fühlt. Damit meine ich konkret, dass ein solches Gerät eine immense Herausforderung an die eigenen Entwicklungsabteilung stellt und daher nicht so einfach über Nacht zusammengeschraubt werden kann.

Mittlerweile sollte es aber nun so sein, dass sich Apple - eventuell sogar unterstützt durch den Intel-Switch - in der Lage sieht, die Entwicklung eines solchen Gerätes in Angriff zu nehmen.

Prestige-Faktor

Hinzu kommt noch der Fakt, dass es sich bei der Entwicklung besonders kompakter, aber dennoch hochleistungsfähiger Notebooks sozusagen um die “Königsdisziplin” der Computerentwicklung handelt.

Apple hat ja mit einer Vielzahl von Geräten immer wieder den eigenen Willen unterstrichen, in diesem Bereich Zeichen zu setzen. Nur hat sich die Firma - zumindest in den letzten 10 Jahren - lediglich auf kompakte Desktops beschränkt, während Firmen wie Acer, Samsung und Sony die Meßlatte bei den Notebooks jedes Jahr ein wenig höher geschraubt haben.

Es kann daher angennommen werden, dass Apple auch bereit ist, diese Herausforderung anzunehmen, um damit ein weiteres Mal den eigenen Anspruch zu unterstreichen, das Unmögliche möglich zu machen und sich eben nicht hinter den technischen Erungenschaften der Konkurrenz verstecken zu müssen.

Bisher ist man da noch nicht so weit: Kompakte Desktops - hier sei an den fabelhaften Cube erinnert - werden nun einmal vom Markt nicht so positiv aufgenommen, wie kompakte Notebooks. Das hat einen ganz einfachen Grund: Kompakte Notebooks sind für viele Nutzer mittlerweile zu einer Notwendigkeit geworden, während der Formfaktor eines Desktops nach wie vor eine eher untergeordnete Rolle spielt.

Wirtschaftlichkeit

Das bedeutet dann, dass die Entwicklung eines besonders kompakten Notebooks auch aus wirtschaftlicher Sicht Sinn machen könnte, da es im Vergleich zu kompakten Desktops eben eine größere Zahl von Kunden anzusprechen vermag.

Denn es darf angenommen werden, dass sich aufgrund der positiven Entwicklung des eigenen Marktanteils durchaus genügend Käufer für ein solches Nischenprodukt finden werden.

 

Alexander ReppelÜber den Autor:
Alexander Reppel ist Lecturer im Fach Marketing am Royal Holloway College der Universtät London. Die iDelphi-Webseite hat er ins Leben gerufen, da ihm in seinem Bekanntenkreis schon lange niemand mehr zuhört, wenn er über die Firma Apple philosophiert.
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