TabletMac (Teil 2 von 5)
Was den Namen eines solchen Tablet-PCs angeht, so möchte ich zunächst einmal - wie schon bei einem früheren Kommentar zu Apples iTV - die Möglichkeiten der Marke “iPod” hervorheben, da diese mir für ein solches Produkt besser geeignet scheint, als die Marke “Mac”.
Sollte tatsächlich einmal jemand diesen Kommentar lesen und zudem auch noch Mac-User sein, so wird die Reaktion auf einen solchen Vorschlag mit höchster Wahrscheinlichkeit negativ ausfallen. Daher ist eine gewisse Differenzierung von Nöte. Weiter oben wurden zwei prinzipielle Möglichkeiten eines Tablet-basierten Gerätes skizziert: Erstens, als eigenständiges Gerät und zweitens (etwas schwammig) als “intelligentes Display”.
Teil 2: Der TabletMac als “intelligentes Display”
Wenn man sich jetzt einmal etwas genauer mit den Notwendigkeiten der zweiten Variante beschäftigt, so wird man schnell feststellen, dass der aktuelle iPod die Voraussetzungen an ein solches Gerät - zumindest teilweise - bereits erfüllt. Was noch fehlt, wäre ein größeres Display sowie eine zügige Funkverbindung. Das Ergebnis wäre dann schon sehr nahe an einem “intelligenten Display”, dessen Funktion in erster Linie darin besteht, Inhalte des Hauptrechners ansprechend darzustellen und darüber hinaus wesentliche Kommunikationsaufgaben - abhängig oder unabhängig vom Hauptrechner - zu erfüllen. Dazu würden beispielsweise die bereits oben genannten Aufgaben “iCal, Adressbuch, Mail” sowie die IM Software “iChat” zählen. So abwegig wäre das alles gar nicht, denn unter Umständen liegt eine solche Konzeption bereits sehr nahe an einem möglichen “iPod (true) video“, einem iPod mit deutlich größerem Display und Touchscreen-Funktionalität.

Abbildung gefunden auf Engadget.
Sollte sich ein solcher iPod durchsetzen, wäre es möglich, diesem in Zukunft zumindest einige der oben genannten Funktionen beizufügen und ihn so zu mehr als einem reinen Abspielgerät für digitale Medien zu machen. Die aktuelle iPod-Entwicklung lässt hier ja hoffen. Für Apple hätte dies den Vorteil, dass eben nicht eine neue Produktkategorie (”TabletMac”) geschaffen werden müsste, die eventuell auch floppen könnte - siehe “PowerMac Cube”. Statt dessen wird ein erfolgreiches Gerät um neuen Funktionen erweitert, so dass es nach einiger Zeit kaum noch etwas mit dem Ursprungsgerät zu tun hat. Diese Form der langfristigen Produktevolution gelingt Apple dann auch deutlich besser, als so manchem Konkurrenten.
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