Teilnehmer-Hinweise zu den MacStudies 2006

 24. August 2006, veröffentlicht von Alexander

Nach längerer Abstinenz möchte ich heute einige Fragen der Umfrage-Teilnehmer antworten. Von 179 Teilnehmern, die wir per E-Mail erreichen konnten, haben bereits 120 auch an dem 2. Teil der Befragung teilgenommen.

Bevor ich jedoch auf die Hinweise bzw. Fragen eingehe, an dieser Stelle noch ein paar allgemeine Anmerkungen zu den MacStudies. Die Umfrage ist für mich ein erster Test, ob unter den Mac-Usern Interesse besteht, bestimmte Ereignisse der Firma Apple strukturiert zu kommentieren. Wie bereits von einem Umfrage-Teilnehmer angemerkt, was die WWDC sicher nicht die beste Gelegenheit, dies zu tun, denn diese Konferenz richtet sich ja an Entwickler und weniger an die Kunden der Firma. Für mich stellt die Umfrage jedoch eine wichtige Möglichkeit dar, diese Form der Befragung dahingehend zu optimieren, dass ich ein ähnliches Projekt zur MacWorld in San Francisco 2007 starten kann, die dann auch schneller bearbeitet werden kann, damit erste Ergebnisse Tage und nicht Wochen nach der Keynote veröffentlicht werden können.

Im Folgenden möchte ich nun - wie angekündigt - auf ausgewählte Hinweise bzw. Fragen der Umfrage-Teilnehmer eingehen.

Positives & Negatives

“Die erste Befragung fand ich deutlich zielgerichteter, vor allem die Fragen zum Thema Markenbindung klangen ein wenig überhastet zusammengeschustert.”

“Ich fand sie besser als die erste. Vielleicht, weil man sie jetzt etwas konkreter an Hand der neuen Produkte beantworten konnte.”

“Die Persönlichkeits-Fragen über Apple und Mich selber fand ich sehr interessant, wie z.B. ob ich mich angegriffen fühle wenn Apple kritisiert wird.”

Im zweiten Teil der Befragung war das Verhältnis zwischen “Klick”-Fragen und offenen Fragen deutlich ausgeglichener. Zudem habe ich mich dazu entschlossen, eine bestehende Skala zu verwenden, in der Apple Kunden angeben können, wie sie ihr Verhältnis zu der Firma Apple sehen. Die Beantwortung solcher Fragen ist für den ein oder anderen sicher etwas Irritierend, allerdings finde ich, dass es in der Gesamtheit ganz gut funktioniert hat.

Insgesamt ist es sicher eine Frage der eigenen Vorlieben, ob man gerne offene Fragen frei und ausführlich beantwortet, oder ob man lieber aus vorgegebenen Antwortmöglichkeiten auswählt. Sämtliche Textfelder, in denen längere Antworten möglich waren, habe ich so eingestellt, dass sie nicht ausgefüllt werden müssen, um auf die nächste Seite zu gelangen. Damit konnte jeder Teilnehmer selber entscheiden, ob es Sinn macht, die Frage zu beantworten, oder eben nicht.

Zu den Ergebnissen

“Klasse Umfrage - bitte noch die Ergebnisse ein wenig detaillierter darstellen”

“Kommt drauf an, was man daraus macht. Noch ist ja nicht so richtig klar, wer alles dahintersteckt, und was mit den Ergebnissen angestellt wird. ;)”

“Eine gute Idee. Ich hoffe nur, dass genug Zeit in die Auswertung investiert wird, da man hier sehr viele Feinheiten herausstellen kann.”

Bisher habe ich nur sehr wenige Ergebnisse des ersten Umfrage-Teils ausgewertet und auf der Webseite dargestellt. Mit der Zeit werde ich mich aber bemühen, hier etwas mehr auf die Tube zu drücken. Insbesondere werde ich versuchen, die Gründe zu konkretisieren, warum sich Teilnehmer bestimmte Produkte von der Keynote erhofft hatten. Darüber hinaus haben zahlreiche Teilnehmer Angaben dazu gemacht, warum ein solches Produkt für sie persönlich oder für die Firma Apple von Bedeutung ist.

Für mich persönlich steht aber - wie oben angedeutet - im Vordergrund, eine solche Umfrage so zu planen, dass sie in Zukunft schneller umgesetzt und vor allem ausgewertet werden kann.

Zielsetzung der Umfrage

“Mich würde interessieren, mit welcher Zielsetzung die Befragung durchgeführt wird. Geht’s hier um Feldforschung für Apple oder sucht lediglich jemand statistisches Material für seine Habilitation ?”

An dieser Stelle noch einmal ganz deutlich: Nein, weder Apple noch sonst irgendeine Firma ist hier involviert. Es ist bisher ausschließlich mein ganz persönliches Hobby, allerdings hoffe ich natürlich darauf, die nächste Umfrage nicht mehr alleine auswerten zu müssen ;-)

Ob es sinnvoll ist, für die nächste Umfrage einen Sponsor zu beteiligen, muss dann ebenfalls überlegt werden. Die iPodStudies aus dem letzten Jahr wurde ja sehr großzügig von der Firma GRAVIS unterstützt.

“Ich hoffe diese Umfrage wird Ihrem Studium von Nutzen sein ;)”

“Gerne würde ich wissen, was diese Umfrage bewirken soll und wer von dieser Umfrage profitieren wird. Wer hat sie in Auftrag gegeben? Ansonsten alles o.k.”

Auch die MacStudies sind wieder so ein Projekt - und dafür bin ich in meinem Bekanntenkreis mittlerweile berüchtigt! - das Geld kostet, ohne deutlich zu machen, was es eigentlich bringt. Ich hoffe aber darauf, dass am Ende der Auswertung zahlreiche Mac-User sehen, dass es sich lohnt, beim nächsten Mal mitzumachen. Wenn wir dann irgendwann einmal so weit sind, eine echte Beurteilung eines neuen Apple-Produktes aus Kundensicht auf die Beine zu stellen, dann würde ich mich darüber am meisten freuen.

Verbesserungsvorschläge

“Die Studie ist wichtig, allerdings hätte ich auch eine “Negativ”-Frage erwartet, in Richtung welches Produkt ich am meisten auf der Keynote vermisst habe (one more thing)…”

“Diese Umfrage ist gut. Das einzige was mir missfällt ist, dass diese Umfrage vielleicht besser für eine Traditionelle Keynote (San Francisco, etc) geeignet wäre. Denn: Diese WWDC-Keynote ist für Developer gedacht, nicht primär für User… Also hätte man besser Developers befragt. Aber ihr könnt diese Umfrage ja mal wiederholen im Januar bei der User-Keynote in San Francisco! Dann ist nämlich die Target-Zeilgruppe von euch gleich der der Keynote: 100% für User :-)”

“Die Befragung ist gut strukturiert, aber die Textboxen für die persönliche Einschätzung sollten etwas kleiner sein. Sonst kann man sich aufgrund der Größe etwas überfordert fühlen.”

Den ersten Hinweis finde ich besonders wichtig, daher steht eine solche Frage ganz oben auf der Prioritätenliste für eine überarbeitete Umfrage. Den zweiten Punkt hatte ich ja bereits einmal ausführlicher kommentiert - sicher ist dies ganz besonders richtig und wichtig und ich hoffe für San Francisco daher auf eine ähnliche Resonanz in der Mac-Community.

Was die Größe der Textboxen angeht, so bin ich mir noch nicht sicher, wie ich damit in Zukunft umgehen soll … es ist ja in der Tat so, dass ich mir besonders ausführliche Antworten erhoffe. Allerdings möchte ich auch nicht, dass sich die Teilnehmer schlecht fühlen, wenn sie “nur” eine kurze Antwort geben.

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This is an academic project initiated by Alexander Reppel from Royal Holloway, University of London.
It is supported by researchers from the Universities of Manchester, Birmingham (UK),
Hohenheim and Ludwigsburg (Germany)

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