Google Apps auf dem Apple iPhone?
Wenn das Apple iPhone in wenigen Wochen tatsächlich veröffentlicht wird, wird sich endlich zeigen, welche Software vor-installiert ist und ob bzw. welche Software Apple zusätzlich anbieten wird. Nun basiert das iPhone nicht nur auf MacOS X, sondern während der Präsentation wurde zudem sehr deutlich auf die Online-Fähigkeiten des Gerätes abgestellt. Beides lädt natürlich zu einer Reihe von Spekulationen ein und mit einer Möglichkeit möchte ich mich an dieser Stelle etwas genauer auseinandersetzen.
Die Verbindungen zwischen Google und Apple sind mittlerweile auf mehreren Ebenen recht eng und die Integration des Google Maps Dienstes in das iPhone ist dabei nur eine von vielen Aspekten dieser augenscheinlich sehr fruchtbaren Zusammenarbeit. Die einfache Integration solcher Online-Funktionen in ein Mobiltelefon liegen sicher im Trend, stellen jedoch lediglich einen ersten kleinen Schritt dar. Gleiches gilt auch für “Desktop-ähnliche” Anwendungen, wie beispielsweise der Organisation der eigenen Medienbibliothek oder das Verwalten von Kontakten.
Der nächste Schritt liegt meiner Meinung nach in der Kombination beider Bereiche, also der Bereitstellung von vollständigen Anwendungen über eine Online-Verbindung. Das ist keine besonders revolutionäre Einschätzung und zahlreiche Firmen arbeiten seit nunmehr einem Jahrzehnt an deren Umsetzung. So gesehen handelt es sich also um einen alten (und bereits recht lädierten) Hut, dem aber durch die beiden oben genannten Firmen zu neuem Glanz gereichen könnte: Apples Fähigkeit, Hardware und Software zusammenzuführen, kombiniert mit Googles Fähigkeit, traditionelle Software in die Online-Welt zu überführen, könnte genau die Kombination sein, die es zum ersten Mal ermöglichen würde, wahrlich mobile Anwendungen zu gestalten, die dann nicht nur technisch machbar, sondern darüber hinaus auch praktisch nutzbar wären.
Aber der Reihe nach. Bereits Ende des letzten Jahrzehntes kamen Anwendungen für den Palm V, sowie dem Psion auf den Markt, die es ermöglichten, Word- und Excel-Dokumente auf diesen Geräten darzustellen und sogar zu editieren. Technisch gesehen war das ein großartige Entwicklung und zudem in speziellen Anwendungsbereichen durchaus praktikabel. Aber es handelte sich eben um zusätzliche Software, die manuell installiert werden musste, nicht immer 100%ig kompatibel war mit anderen Anwendungen oder sogar mit dem Betriebssystem der tragbaren Geräte.
Genau diese Anwendungen werden aber für immer mehr Nutzer relevant und obwohl die mittlerweile angebotenen Lösungen stetig besser werden, so vergrößert sich weiterhin der Abstand zwischen diesen tragbaren Lösungen und den traditionellen Desktop-Applikationen in Sachen Bedienung sowie Funktionsumfang. Insbesondere auf Mobiltelefonen bzw. “Smartphones” ist dieser Aspekt relevant, da damit Nutzergruppen angesprochen werden, die über weniger technischen Wissen bzw. Interesse verfügen, sich aktiv an der Umsetzung solcher Lösungen zu beteiligen. Mit anderen Worten: Selbst dafür Sorge tragen zu müssen, dass auch alles tatsächlich funktioniert.
Nimmt man nun die rasante Entwicklung der so-genannten “Google Apps” hinzu, sowie die sich immer stärker durchsetzenden “Daten-Flatrates” der Mobilfunkanbieter, so führt dies meiner Meinung nach zu der logischen Schlussfolgerung, dass die Integration ebendieser Google Apps in einer speziellen “iPhone Edition” die Lösung sämtlicher der oben beschriebenen Probleme möglich macht. Schauen wir uns diese noch einmal etwas genauer an.
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Am 21. Mai 2007 um 16:29 Uhr
Herzlichen DDdank für die Information.
Michi