Hurra, Hurra, das eBook, das ist wider da!
Die Hardware
Ein weiterer Leser auf macnews.de hat die Notwendigkeit passender Hardware folgendermaßen formuliert:
“Das Problem sind meiner Meinung nach weniger die e-Books selber, sondern dass es noch keine wirklich gute Reader-Hardware gibt. Das wird sich hoffentlich mit der zunehmenden Entwicklung der e-Ink-Technologie in den nächsten Jahren ändern.”
Bisherige Lächerlichkeiten, wie beispielsweise der Sony Reader, sind da noch völlig unzureichend. Wie schon so viele Geräte zuvor, ist auch der Sony Reader ein Gerät von Technikern für Techniker - oder hat irgendjemand ernsthaft vor, dieses Dingen mit sich rumzuschleppen, um dann eventuell einmal ein eBook zu lesen. Was für ein Quatsch.
Da war die oben erwähnte Kombination aus Palm und eBook-Reader Software schon vor vielen Jahren deutlich weiter. Denn da gab es zumindest einmal eine Zeit, in der man dem Nutzer verklickern konnte, das der Palm an sich nützlich sei - und damit wert war, durch die Gegend geschleppt zu werden. Das ist heute nicht mehr so. Statt dessen rennen nunmehr Horden hochkommunikativer Menschen in John Wayne Manier durch die Straßen und warten auf den nächsten Anruf - selbstverständlich bis an die Zähne (bzw. den Gürtel) bewaffnet mit Handys und weiteren kommunikatorischen Glücksseligkeiten. Wäre es da nicht sinnvoll, eBooks auf diesen Geräten zu betrachten, da sie ja wie das Erste Hilfe Paket eines Bundis “immer am Mann (bzw. Frau)” sind?
Nicht so schnell: Die Dinger taugen nämlich auch noch nicht wirklich zum Betrachten von längeren und für den Leser darüber hinaus gelegentlich durchaus relevanten Texten. Fuzzel-Display, Fuzzel-Knöpfchen, Fuzzel-Kram. Aber spätestens jetzt ist wohl klar, worauf ich hinausmöchte: Das aus dieser Perspektive ideale Darstellungsgerät für optisch ansprechende eBooks könnte das iPhone werden.
Auch wenn ich mir den Vorwurf gefallen lassen muss, schon seit längerem zu der Kategorie “iPhone-Fanboys” zu gehören (ohne das Dingen bisher überhaupt ausprobiert zu haben), so spricht meiner Meinung nach dennoch einiges dafür, das dieses Gerät für die Darstellung von eBooks durchaus zu gebrauchen sein wird. Nicht nur die Größe des Displays sei hier erwähnt, sondern auch die Möglichkeit, das Dingen mit den Fingern zu bedienen - was wiederum von der gewohnten Haptik eines Buches weniger weit entfernt ist, das das Drücken fuzelliger Knöpfchen oder das Herumhantieren mit einem Stift(chen).
Wenn das iPhone tatsächlich in der Lage ist, Webseiten in ihrer vollen Pracht darzustellen, sollte es auch mit grafisch aufwendigen - oder sogar um Multimedia-Inhalte erweitere - eBooks klarkommen. Mit etwas Glück erreicht das iPhone zudem eine ähnlich gute Darstellungsqualität, wie es der Sony Reader angeblich bereits bietet:
“You obviously don’t understand how impressive this device actually is. The breakthrough technology with regards to the better than book quality print is amazing. I can’t see the graphics on my cellphone outside but the reader is clear in full sunlight.”
Allerdings ist ein solches Gerät nur bedingt einsatzfähig, wenn die entsprechenden Inhalte fehlen. Und hier scheint das neue Angebot von Adobe dann doch zu schwächeln, wie ein weiterer Leser auf macnews.de anmerkt:
“Aber Achtung!
Einmal gekaufte eBooks lassen sich nicht auf einen anderen Computer übertragen. Wer also in der nächsten Zeit eine Hardware Neuanschaffung plant sollte die Finger davon lassen, ansonsten sind die teuren Bücher weg!”