Hurra, Hurra, das eBook, das ist wider da!
Die Anwendung
Nach langem Hin- und Her möchte ich zum Abschluss noch schnell auf einen Anwendungsbereich eingehen, der mir persönlich ganz besonders am Herzen liegt: Die Verwendung elektronischer Bücher im Bildungsbereich. Hier könnte eine Kombination aus iPhone mit entsprechender Online-Bibliothek ganz neue Dimensionen eröffnen. Einige Besonderheiten des Bildungssektors prädestiniert diesen zudem für die Verwendung elektronischer Bücher:
- Die Recherche in elektronischen Datenbanken, insbesondere nach Artikeln, ist seit vielen Jahren eine Selbstverständlichkeit und HTML sowie (ungeschütztes) PDF haben sich als Standards etabliert
- Zumindest US-amerikanische Verlage bieten eine Vielzahl ihrer Lehrbücher bereits als PDF-Versionen an
- Da insbesondere Lehrbüchern häufig aktualisiert werden, ist auch die unautorisierte Weitergabe für den Anbieter weniger problematisch
Hier kommen dann auch die möglichen Vorteile elektronischer Bücher zum tragen, wie beispielsweise Querverbindungen, automatische Aktualisierungen, Einfügung von Notizen und Ergänzungen verschiedener Autoren einer Arbeitsgruppe sowie die Einbindung multimedialer Inhalte. Bereits heute bieten elektronische Lehrbücher einige dieser Möglichkeiten, weitere sind natürlich denkbar.
Alles dies deutet auf einen meiner Meinung nach ganz wesentlichen Punkt hin, nämlich die Tatsache, dass in vielen Fällen der Übergang in eine digitale Umgebung nicht alleine aus der theoretischen Sichtweise heraus entwickelt werden kann, sondern einer praktischen Überprüfung bedarf - im Falle des eBook sollte diese praktische Überprüfung in kleinen Schritten erfolgen und die Entwicklung sozusagen begleiten. Eigenständige “Reader” mögen dabei zwar nette technische Spielereien sein, sind aber wohl kaum in der Lage, breite Nutzergruppen von dem Sinn eines solchen Konzeptes zu überzeugen. Als Zusatzfunktion etablierter Geräte sowie in klar abgegrenzten Nutzungsbereichen kann das aber eher funktionieren.
Denn das eigentliche Ziel ist schon lange klar und wurde von Apple bereits vor 20 Jahren auf eindrucksvolle Weise dargelegt: Der “Knowledge Navigator” (siehe dazu auch diesen Kommentar). Elektronische Bücher sind dabei nur ein Medienart und müssen längerfristig im Kontext eines solchen universellen Kommunikationsgerätes gesehen werden.
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