Und die Scham fiel auf ihre Seite - Oh, wir können sie schlagen!
Nach einer längeren Ruhepause möchte ich das Jahr nicht ausklingen lassen, ohne nicht doch noch ein (aller-)letztes Mal auf das “eventuell-bald-zu-erwartende” MacBook Pro mini einzugehen (oder wie es auch immer heißen mag).
In einem früheren Artikel habe ich dabei auf zwei Merkmale eines solchen Gerätes abgestellt, die meiner Meinung nach von besonderer Bedeutung sein werden: (1) Ein geringes Gewicht sowie (2) eine bisher nicht gekannte Batterielaufzeit.
Damals habe ich einen ultra-portablen Mac eindeutig als Ergänzung der bisherigen MacBook bzw. MacBook Pro Linie beschrieben. Seit dem letzten Sommer wurde jedoch vereinzelt über alternative Varianten eines solchen Gerätes spekuliert.
Dabei wurden zwei Varianten besondern hervorgehoben: Zum einen ein konventionelles MacBook Pro mit einem kleineren Formfaktor (entsprechend dem vielzitierten Powerbook 12″), zum anderen ein ultra-kompaktes Gerät ähnlich dem Asus Eee, ergänzt um ausgewählte Features des iPhone bzw. des iPod touch. An beide Varianten glaube ich nicht.
Variante 1: Ein neues Powerbook 12″
Die Vorstellung des 12″ Powerbook im Januar 2003 war meiner Meinung nach ein echter Geniestreich, handelte es sich doch eigentlich um ein iBook mit einem 2. Monitorausgang und einem flotteren Prozessor. Klar, einen DVD-Brenner war als Option verfügbar und das ganze wurde in ein flottes Powerbook Design verpackt. Aber dennoch: Apple hat es mit diesem Gerät geschafft, ein iBook mit einem ordentlichen Aufschlag unters Volk zu bringen.
Der durchschlagende Erfolg hat aber ja gezeigt, dass ein solches Gerät im Markt regelrecht erhofft wurde. Umso unverständlicher ist es, dass bis heute keine Alternative angeboten wird. Das hängt meiner Meinung aber nicht damit zusammen, dass Apple nicht vorhat, erneut ein ähnliches Gerät in den Ring zu schicken. Vielmehr würde ich für diese Lücke im Produktportfolio technische Schwierigkeiten verantwortlich machen.
Nun kann man ja meinen, was Heerschaaren von Produzenten in Fernost schon lange anbieten, sollte auch für Apple möglich sein. Das ist sicher richtig, aber Apple wäre eben nicht Apple, wenn sie dieses Mal nicht versucht wären, etwas Neues auf dem Markt zu positionieren.
Das ist dann auch mein Hauptargument gegen eine Wiederholung der Powerbook-Einführung des Jahres 2003: Dieses Mal weiß Apple sehr genau, dass der Markt nach einem ultra-kompakten Mobilrechner ruft. Allerdings ist der Hersteller darüber hinaus weiterhin bemüht, neue bzw. neuentwickelte Geräte nicht auf Kosten bestehender Modelle auf dem Markt zu platzieren. Daher steht das Fazit vom Sommer nach wie vor:
“Denn eine zentrale Annahme in der hier vorgetragenen Argumentation ist ja gerade, dass Apple ein kompaktes MacBook Pro mini nicht als universell einsetzbare Alternative zu den bestehenden Modellen konzipieren wird, sondern sozusagen als anwendungsorientierten Sonderfall, der eben in bestimmten Bereichen einen höheren Nutzen bieten kann, in anderen Bereichen aber eventuell sogar völlig unbrauchbar ist.”
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