Monatsarchiv für März 2008

Wunder gibt es immer wieder!

Mittwoch, den 19. März 2008

Nun, der Volksmund weiß es ja schon lange:

Viele Menschen fragen sich,
“Was ist schuld daran,
warum kommt das Glück
nicht zu mir?”

So geht es auch vielen Mitgliedern der weltweiten Mac-Community nach einer Steve Jobs Keynote. Denn in dieser werten Gemeinschaft glaubt der der ein oder andere doch immer noch, dass die Firma genau das zu entwickeln hat, was wir uns so (alles) wünschen. Seltsam? Ja. Insgesondere, wenn man sich einmal die Argumente vor Augen führt, mit dem eine solche Forderung gewöhnlich begründet wird: Hey, schließlich sind wir doch alle so wahnsinning loyal und haben daher ganz einfach den Anspruch auf Apple-Produkte, so, wie wir sie uns so (zusammen-)wünschen. Schließlich heißt es doch immer, Firmen sollen (gefälligst) “kundenorientiert” arbeiten, ansonsten werden sie vom Markt abgestraft und verabschieden sich von selbigem über kurz oder lang.

Aber auch darauf hat der Volksmund schon seit geraumer Zeit eine Antwort:

“Fangen mit dem Leben
viel zu wenig an -
dabei steht das Glück
schon vor der Tür!”

Leider wird diese Weisheit von der loyalen und unheimlich aufgeklärten Kundschaft nur zu gerne ignoriert. Anstatt sich also darüber zu freuen, dass es auch noch Firmen gibt, die nicht aus falsch verstandener “Kundenorientierung” jedem Pups hinerherlaufen, den der ein (oder andere) Kunde so in die Welt setzt, wird aus vollen Rohren geschimpft und genörgelt, was das Zeug hält. Aber ist es wirklich so schlimm, wenn Firmen etwas anbieten, was ihrer Meinung nach für den Markt das beste ist? Denn oftmals ist dies nur vordergründig und auf den ersten Blick ein Widerspruch zu der viel zitierten “Kundenorientierung” - ein Konflikt, der sich bei genauerem Hinsehen schnell aufklärt oder sich sogar ins Gegenteil verkehren kann.

In diesem Beitrag geht es mir weder um eine blinde Verteidigung dessen, was Apple so alles auf den Markt bringt. Noch geht mir darum, die Uhr in eine Zeit zurück zu drehen, in der die Wünsche der eigenen Kundschaft so ziemlich das letzte war, was eine Firma im täglichen Marktgeschehen zu interessieren hatte. Im Gegenteil, worum es mir geht, ist eine aufgeklärtes Miteinander von Anbietern und Nachfragern, in dem jede Seite sowohl die eigenen Grenzen, als auch die Kompetenzen und Wünsche des jeweiligen Gegenüber konstruktiv begegnet. weiter…


This is an academic project initiated by Alexander Reppel from Royal Holloway, University of London.
It is supported by researchers from the Universities of Manchester, Birmingham (UK),
Hohenheim and Ludwigsburg (Germany)

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